Masking
Masking beschreibt das laufende Überspielen von Anstrengung, Unruhe oder Reizlast, damit nach außen alles unauffällig wirkt.
Was damit gemeint ist
Masking meint nicht Verstellen im Sinne von Täuschung. Gemeint ist die dauerhafte Feinarbeit, mit der du Zappeln unterdrückst, Blickkontakt dosierst, Antworten vorsortierst und Erschöpfung nicht zeigst.
Bei ADHS läuft diese Anpassung oft über Jahre nebenher und wird kaum noch bemerkt. Sie funktioniert gut genug, dass von außen niemand etwas sieht, und kostet trotzdem durchgehend Kapazität.
Genau darin liegt die Falle: Weil das Ergebnis unauffällig aussieht, wird die Anstrengung weder von anderen noch von dir selbst eingerechnet. Der Aufwand taucht erst auf, wenn danach nichts mehr geht.
Wie es sich anfühlen kann
Typisch ist das Gefälle zwischen außen und innen: ein Termin läuft gut, du wirkst präsent und zugewandt, und danach reicht die Kraft nicht mehr für eine Nachricht oder den Einkauf.
Viele beschreiben außerdem, dass Masking sich nicht abschalten lässt, selbst wenn es gerade nicht nötig wäre. Es läuft dann auch dort weiter, wo Nachlassen erlaubt wäre.
Schritt für Schritt
- 1Masking für den aktuellen Moment einordnenPrüfe zuerst, ob Masking dein aktuelles Muster wirklich beschreibt, statt nur allgemein interessant zu klingen.
- 2Mit einer konkreten Akut-Antwort startenWenn es gerade akut ist, starte direkt mit ADHS-Energieloch mitten am Tag — was matcht zu deiner Energie?.
- 3Den passenden Pfad wählenNutze danach den Match, damit aus dem Begriff ein Tool oder Pack wird, das zu deinem Muster passt.
Wenn dich das gerade trifft
Verwandte Begriffe
Häufige Fragen
Ist Masking dasselbe wie sich zusammenreißen?
Warum bin ich nach harmlosen Terminen so erledigt?
Ist Masking ein ADHS-Diagnosekriterium?
Werkzeuge für genau diesen Moment
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Konzeption: Dojitai, ein unabhängiges Einzelprojekt auf Basis persönlicher Praxiserfahrung und der Auseinandersetzung mit Sach- und Fachliteratur. Nicht psychologisch oder medizinisch fachgeprüft. Stand: August 2026.
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