Reizüberflutung
Reizüberflutung beschreibt einen Zustand, in dem zu viele Reize, Anforderungen oder Übergaenge gleichzeitig im System landen und kaum noch gefiltert werden.
Reizüberflutung ist mehr als empfindlich auf Lautstärke oder Chaos zu reagieren. Gemeint ist ein Moment, in dem dein Nervensystem sichtbare und unsichtbare Reize nicht mehr gut genug sortiert und alles gleichzeitig zu nah wird.
Im ADHS-Alltag entsteht das oft nicht durch einen einzelnen großen Auslöser. Häufig summieren sich Tempo, Unterbrechungen, offene Aufgaben, Koerpersignale und kleine Zusatzreize so lange, bis ein letzter Tropfen das Ganze sichtbar macht.
Der Begriff hilft, weil er den Fokus vom scheinbar kleinen Anlass wegbewegt. Wenn du nur auf den letzten Ton, die letzte Rückfrage oder das letzte To-do schaust, verpasst du die eigentliche Überlastung davor.
Im Alltag fühlt sich Reizüberflutung oft plötzlich an: eben ging es noch, dann ist auf einmal jede weitere Anfrage zu viel, dein Koerper wird eng und der Impuls zu fliehen, zuzumachen oder zu schnappen steigt schnell.
Genau das führt oft zu Scham, weil der Auslöser von aussen klein aussieht. Innen ist es aber meist nicht dieser eine Moment, sondern ein länger vollgelaufenes System, das gerade sichtbar wird.
- 1Reizüberflutung für den aktuellen Moment einordnenPruefe zuerst, ob Reizüberflutung dein aktuelles Muster wirklich beschreibt, statt nur allgemein interessant zu klingen.
- 2Mit einer konkreten Akut-Antwort startenWenn es gerade akut ist, starte direkt mit ADHS-Reizüberflutung — der Kopf ist gerade zu voll.
- 3Den passenden Pfad wählenNutze danach den Match, damit aus dem Begriff ein Tool oder Pack wird, das zu deinem Muster passt.