Soziale Erschöpfung
Soziale Erschöpfung beschreibt einen Zustand, in dem Interaktion, Input und Mitregulation dein System spuerbar entladen.
Soziale Erschöpfung bedeutet nicht automatisch, dass du keine Menschen magst. Gemeint ist eher, dass Gespräche, Signale, Abstimmung und Reize dein System gerade mehr Energie kosten, als sie zurückgeben.
Bei ADHS kann das schneller kippen, weil Interaktion oft mehr Parallelverarbeitung braucht: zuhören, filtern, reagieren, Impulse bremsen, Tonlage lesen, Kontext halten. Nach aussen wirkt das unsichtbar, innen kann es sehr teuer werden.
Der Begriff hilft, weil er einen Zustand besser beschreibt als das moralische Etikett unmotiviert oder unsozial. Wenn soziale Batterie leer ist, wird Handlungsfaehigkeit oft erst im ruhigeren Modus wieder verfügbar.
Im Alltag merkst du soziale Erschöpfung häufig daran, dass nach Meetings, Familienzeit oder vielen Chats nicht nur Lust fehlt, sondern auch klares Denken, Startkraft und Toleranz für weitere Reize deutlich sinken.
Viele reagieren darauf mit weiterem Durchziehen. Das führt oft nur dazu, dass kleine Anforderungen plötzlich unverhältnismäßig schwer oder reizbar machen.
- 1Soziale Erschöpfung für den aktuellen Moment einordnenPruefe zuerst, ob Soziale Erschöpfung dein aktuelles Muster wirklich beschreibt, statt nur allgemein interessant zu klingen.
- 2Mit einer konkreten Akut-Antwort startenWenn es gerade akut ist, starte direkt mit ADHS-Energieloch mitten am Tag — was matcht zu deiner Energie?.
- 3Den passenden Pfad wählenNutze danach den Match, damit aus dem Begriff ein Tool oder Pack wird, das zu deinem Muster passt.