Deine Arbeit war real. Jetzt wird sie belegbar.
Im Jahresgespräch sollst du plötzlich erklären, was dein Beitrag wert war. Im Kopf liegen zwölf Monate Arbeit — aber unter Druck kommen zuerst die kleinen Aufgaben, nicht die starken Belege.
Eine Liste mit 'zuverlässig', 'engagiert' und 'mehr Verantwortung' klingt schnell nach Selbstbeschreibung. Entscheidend wird sie erst, wenn jeder Beitrag mit einer beobachtbaren Wirkung und einem auffindbaren Nachweis verbunden ist.

Was Die Gehaltsakte tut
Die Gehaltsakte führt genau drei Beweisketten: Was hast du übernommen oder gelöst? Was hat sich dadurch verändert? Wo lässt sich das belegen — in einer Zahl, einer Mail, einem Bericht oder einer konkreten Rückmeldung?
Aus deiner eigenen Zielvorstellung entsteht ein klarer Forderungssatz. Fehlende Nachweise werden sichtbar markiert, niemals ergänzt. Danach bekommst du passende Antworten auf Budget-Mauer, Vertagung und Rollen-Einwand und kannst die Akte ausdrucken oder direkt an den Verhandlungstisch übergeben.
Aus einer Aufgabe wird eine Beweiskette
Fiktives Beispiel — die Gehaltsakte arbeitet ausschließlich mit deinen eigenen Angaben.
Ich habe den Relaunch des Kundenportals fachlich geleitet und zwei Bereiche koordiniert.
Die Supportanfragen sind laut Monatsbericht um 18 Prozent gesunken.
Beitrag: Relaunch geleitet. Wirkung: 18 Prozent weniger Supportanfragen. Nachweis: Monatsbericht und Freigabe der Bereichsleitung. Status: Beleg benannt.
So funktioniert es
- 1Forderung festhalten
Du nennst Anlass und eigene Zielvorstellung. Das Werkzeug berechnet und empfiehlt keine Lohnzahl.
- 2Rollenentwicklung benennen
Du hältst fest, welche Aufgaben, Entscheidungen oder Verantwortung heute zusätzlich bei dir liegen.
- 3Drei Beweisketten bauen
Für jeden Beitrag verbindest du Wirkung und auffindbaren Nachweis. Offene Stellen bleiben ausdrücklich offen.
- 4Akte mitnehmen
Du druckst Forderung, Belege, Lücken und Einwandantworten oder probst sie direkt am Verhandlungstisch.
Was du davon hast
- Drei klare Beweisketten statt einer langen Tätigkeitsliste.
- Fehlende Nachweise werden vor dem Gespräch sichtbar — ohne erfundene Ergänzungen.
- Forderungssatz und Antworten auf Budget, Vertagung und Rollen-Einwand in einer Unterlage.
- Lokaler Aktenverlauf, Druckansicht und direkte Übergabe ins Verhandlungs-Sparring.
Häufige Fragen
Welche Gehaltserhöhung soll ich fordern?
Die Gehaltsakte empfiehlt keine Zahl und schätzt keinen Marktwert. Deine Zielvorstellung kommt von dir; für Lohnbänder nutzt du belastbare Branchenstatistiken, Lohnrechner oder eine Fachberatung.
Erfindet die KI fehlende Erfolge oder Kennzahlen?
Nein. Beiträge, Wirkungen, Nachweise und jede Zahl stammen aus deinen Eingaben. Die KI darf nur vorhandene Belege und feste Einwandtypen priorisieren. Eine fehlende Stelle bleibt als offene Frage sichtbar.
Funktioniert die Akte auch für eine Beförderung?
Ja. Du kannst Lohnerhöhung, Beförderung, neue Stelle oder Freelance-Honorar als Anlass wählen. Bei einer Beförderung liegt der Schwerpunkt auf gewachsener Verantwortung und belegter Wirkung.
Wo werden meine Angaben gespeichert?
Die Aktenhistorie bleibt im lokalen Speicher deines Browsers. Für die Priorisierung werden deine Eingaben einmal an den ausgewiesenen KI-Dienst gesendet; der Dojitai-Server speichert sie nicht dauerhaft.
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Konzeption: Dojitai, ein unabhängiges Einzelprojekt auf Basis persönlicher Praxiserfahrung und der Auseinandersetzung mit Sach- und Fachliteratur. Nicht psychologisch oder medizinisch fachgeprüft. Stand: August 2026.
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