RSD
RSD beschreibt eine extrem schnelle, überproportionale Schmerzreaktion auf gefühlte Zurückweisung oder Kritik.
RSD steht für Rejection Sensitive Dysphoria. Gemeint ist nicht einfach nur Kränkbarkeit, sondern ein Moment, in dem Kritik oder Distanz körperlich und emotional viel härter einschlagen als für andere Menschen sichtbar ist.
Im ADHS-Kontext ist das Wort hilfreich, weil es ein Muster benennt: Du weißt oft rational, dass die Mail, der Blick oder der Nebensatz nicht das Ende der Welt ist, und gleichzeitig fährt dein System binnen Sekunden voll hoch.
Der Begriff erklärt das Erleben. Er entschuldigt nicht alles, aber er nimmt dem Moment das moralische Etikett. Es ist nicht automatisch Überempfindlichkeit, Schwäche oder Unreife.
Im Alltag fühlt sich RSD oft an wie ein plötzlicher Sturz. Eben war noch alles normal, dann reicht ein kurzes Feedback und innerlich kippt der ganze Tag: Scham, Wut, Rückzug, Rechtfertigungsdrang oder der Impuls, sofort alles abzubrechen.
Viele beschreiben, dass sie nach außen halbwegs ruhig wirken, innen aber schon komplette Geschichten bauen: Ich habe versagt. Die Person ist gegen mich. Ich muss das jetzt sofort reparieren oder verschwinden.
- 1RSD für den aktuellen Moment einordnenPruefe zuerst, ob RSD dein aktuelles Muster wirklich beschreibt, statt nur allgemein interessant zu klingen.
- 2Mit einer konkreten Akut-Antwort startenWenn es gerade akut ist, starte direkt mit ADHS-Reizüberflutung — der Kopf ist gerade zu voll.
- 3Den passenden Pfad wählenNutze danach den Match, damit aus dem Begriff ein Tool oder Pack wird, das zu deinem Muster passt.