Aufgaben-Widerstand
Aufgaben-Widerstand beschreibt die innere Gegenbewegung, die vor oder beim Start einer Aufgabe entsteht und Handlung teurer macht.
Aufgaben-Widerstand ist der Teil einer Aufgabe, der sich nicht nach Inhalt anfühlt, sondern nach innerem Bremsen. Du weißt, was anliegt, und trotzdem baut dein System vor dem Start eine spuerbare Gegenkraft auf.
Bei ADHS wird dieser Widerstand oft falsch gelesen. Von aussen wirkt er schnell wie Unlust oder Faulheit. Innen ist es häufig eher eine Mischung aus Unklarheit, Überforderung, Anspruch, Reizdichte oder zu hoher Aktivierungsschwelle.
Der Begriff hilft, weil er eine praktische Frage aufmacht: Wie kriege ich den Widerstand kleiner? Nicht durch mehr Selbstverurteilung, sondern durch einen anderen Einstieg, weniger Reibung und kleinere erste Bewegungen.
Im Alltag spuerst du Aufgaben-Widerstand oft schon vor dem eigentlichen Tun. Die Mail ist klein, die Datei liegt da, der Termin ist klar, und trotzdem fühlt sich der erste Griff schwerer an, als die Sache objektiv sein duerfte.
Viele reagieren darauf mit Druck. Das macht den Widerstand oft größer. Hilfreicher ist meist zu fragen, ob die Aufgabe gerade zu groß, zu vage oder emotional zu teuer gebaut ist.
- 1Aufgaben-Widerstand für den aktuellen Moment einordnenPruefe zuerst, ob Aufgaben-Widerstand dein aktuelles Muster wirklich beschreibt, statt nur allgemein interessant zu klingen.
- 2Mit einer konkreten Akut-Antwort startenWenn es gerade akut ist, starte direkt mit Ich komme nicht ins Tun — der 5-Sekunden-Kickstart.
- 3Den passenden Pfad wählenNutze danach den Match, damit aus dem Begriff ein Tool oder Pack wird, das zu deinem Muster passt.