Soziale Erschöpfung sieht nach Unlust aus
Ohne ADHS-Coach-Sprech.
Was wie Unlust aussieht, ist nach Gesprächen oft eher ein System, das nach zu viel sozialer Reibung erst wieder landen muss.
Nach ein paar Calls, Meetings oder kurzen Gesprächen kippt bei ADHS oft nicht nur die Lust, sondern die gesamte Startfaehigkeit. Von aussen sieht das aus wie fehlende Motivation: Du sitzt doch wieder am Platz, also müsste es weitergehen.
Innen ist häufig eher das Gegenteil los. Zuhören, mitdenken, filtern, reagieren und Tonlagen lesen haben bereits mehr Energie verbraucht, als später sichtbar ist. Wenn danach schon eine kleine Aufgabe schwer wird, ist das oft keine Faulheit, sondern soziale Erschöpfung.
Hilfreicher ist selten, dich noch haerter anzutreiben. Besser wirkt meist ein kurzer Ausstieg aus weiterem Input und dann ein kleinerer Wiedereinstieg, der deinem tatsaechlichen Energiezustand entspricht.
ADHS-Drops sind kurze Beobachtungen aus dem Verse. Sie ersetzen keine Diagnostik und keine Behandlung, sondern helfen dabei, einen alltäglichen Moment genauer zu benennen.
Wenn aus dem beschriebenen Moment eine akute Krise wird: professionelle Hilfe vor App-Logik.