Du musst es nicht wegmachen.
Trauer überkommt mich gerade — ich brauche keinen Plan, nur Halt
Ohne Druck und ohne App-Pitch.
Wenn die Welle kommt, brauchst du keinen Plan. Nur etwas, das dich nicht zusätzlich fordert.
Trauer ist kein Problem, das du gerade lösen musst. Wenn sie plötzlich kommt, ist die erste Aufgabe nicht verstehen, sondern aushalten, ohne dich noch gegen sie zu stemmen.
Hilfreich ist oft nur ein Satz: Ich muss das gerade nicht wegmachen. Dieser Satz ist klein genug, um ihn auch dann zu tragen, wenn für mehr kein Platz ist.
Wenn du kannst, lehne dich an etwas an: Stuhllehne, Wand, Waschbecken, Tischkante. Ein überforderter Moment wird manchmal über Koerperkontakt mit der Umgebung wieder etwas haltbarer.
Kurz-Übung jetzt
Was fühle ich gerade wirklich?
Ein kurzer Innehalten-Moment: Du wirst eingeladen, ehrlich in dich hineinzuhorchen und dem, was da ist, einen Namen zu geben – ohne es zu bewerten.
Erster Schritt
Komm kurz zur Ruhe. Atme einmal tief ein und lass die Luft langsam wieder raus. Senke den Blick oder schließ die Augen – was gerade passt. Frag dich: Was ist gerade am stärksten in mir da?
- 1Lehn dich an etwas anWand, Stuhl, Tischkante. Lass den Koerper Gewicht abgeben.
- 2Sag einen stillen SatzIch muss es gerade nicht wegmachen.
- 3Warte eine Minute mit allem WeiterenKeine Erklärung, kein Plan, nur diese Minute.
Dann darf derselbe Satz noch einmal reichen: Ich muss es gerade nicht wegmachen.
Stillen Anker öffnenKonzeption: Dojitai-Redaktion mit psychologischer Beratung. Stand: Mai 2026.
Diese Seite ist kein Ersatz für ärztliche, psychotherapeutische oder rechtliche Beratung. Bei akuter Krise: Telefonseelsorge Schweiz 143, Deutschland 0800 111 0 111, Oesterreich 142.
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